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Presseecho:
Frage: In den letzten Jahren hat sich bei Hörspielautoren die Tendenz
verstärkt, Ihre Stücke selbst zu produzieren, bevor sie sie möglichen
Abnehmern anbieten.
Antwort: Ja, das einsame Arbeiten, vergleichbar dem - in der Regel zurückgezogenen
- Arbeiten am Manuskript hat seinen Reiz, seine Eigenheiten.
Man muß nicht über alles sprechen, man muß nicht alle Beteiligten bei
Laune halten, niemand muß einen selbst bei Laune halten, die Sache ist
flexibel - Die Schauspieler sind da, geben alles,was sie haben, ihre Zeit und
ihre Kraft, ihr Können, Herzblut, nehmen alles was sie brauchen, dann sind
sie weg. Und dann montiert man, an einem Computer, vielleicht auch an
einer Bandmaschine. Schön daran: Ich bin flexibel. Ich muß niemanden
nerven, außer mich selbst, weil ich den Schnitt nochmal anders machen
will- Ich kann Musik einfügen, und damit experimentieren, es ist wie ein
Bild malen, man geht immer wieder drüber, legt Schichten auf, vielleicht
übermalt man und fängt nochmal an, irgendwann ist es fertig, entweder
hat man seine Ideen mit Leben erfüllt, oder man ist unterwegs im besten
Fall noch auf was Neues gekommen- (...)
Interview mit Hartmut Lühr in: Der Hörspieler (www.hoerspieler.com)
April 2003
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(Foto: Detlef Fischer)
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